Willkommen auf BLüTENSTAUB.DE

blütenstaub.de bietet Ihnen weiterführende Links auf Webseiten zum Thema Blütenstaub

Startseite > Asthma bronchiale

{{Infobox ICD
| 01-CODE = J45
| 01-BEZEICHNUNG = Asthma bronchiale
| 02-CODE = J45.0
| 02-BEZEICHNUNG = Vorwiegend allergisches Asthma bronchiale
| 03-CODE = J45.1
| 03-BEZEICHNUNG = Nichtallergisches Asthma bronchiale
| 04-CODE = J45.8
| 04-BEZEICHNUNG = Mischformen des Asthma bronchiale
| 05-CODE = J45.9
| 05-BEZEICHNUNG = Asthma bronchiale, nicht näher bezeichnet
}}
Das '''Asthma bronchiale''' (von ''). Diese Atemwegsverengung wird durch vermehrte von , der Bronchialmuskulatur und Bildung von en der Bronchialschleimhaut verursacht, sie ist durch Behandlung rückbildungsfähig (reversibel). Eine Vielzahl von Reizen verursacht die Zunahme der Empfindlichkeit der Atemwege (''bronchiale Hyperreaktivität'' oder auch '''bronchiale Hyperreagibilität''') und die damit verbundene Entzündung. 5 % der Erwachsenen und 7 bis 10 % der Kinder leiden an Asthma bronchiale.

Wortherkunft

''Asthma'' ist eine seit dem 16. Jahrhundert im Deutschen nachweisbare Entlehnung aus , welches wiederum selbst morphologisch unklar von einem Wortstamm *hma mit der Bedeutung ?atmen? abgeleitet zu sein scheint.essig, Meerzwiebelsauerhonig und als an. Die in der Antike verwendeten Therapeutika konnten einen Asthmaanfall nicht verhindern, sondern nur eine auslösen.

In der arabischen Medizin arbeitete lediglich am Asthma bronchiale und zwar verfasste er für den Emir von Damaskus Ali al-Malik al-Afdal Nur in die Schrift '''', in der er den Asthmaanfall genau beschrieb und Medikamente zur Behandlung vorschlug. Am meisten Wert legte er auf die Prophylaxe, in Form von diätetisch-hygienischen Maßnahmen.sirup, Hysoppulver, Trochisci aus , , Coloquintenfr�chten und, aus seiner Sicht noch viel wichtiger, mit dem Ersatz seines und -kissens durch ein <nowiki />gef�lltes Leinenkissen und einen �berwurf aus ungesponnener . Die Zur�ckf�hrung des Asthmas auf Allergene erkannten auch , und .
1648 erschien in Amsterdam en in ''De morbis artificum diatriba''.

Aufgrund der Annahme, dass , bzw. später dann , das Phlegma im Körper austrocknet, nahm die Therapie mit Kaffee im Laufe der Zeit zu. entdeckte schließlich die und Wirkung des Coffeins.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts behandelte Asthma und andere Erkrankungen der Atemwege mit Inhalation bestimmter Gase.

 entwickelte 1761 das  und  das sverfahren. So konnten zu Beginn des 19. Jahrhunderts die verschiedenen Bronchialerkrankungen voneinander unterschieden werden. Auch konnte Laennec die These von Thomas Willis, dass es sich bei einem Asthmaanfall um ein krampfartiges Ereignis handelt, best�tigen.  (1812?1902) traf dann die Unterscheidung von bronchialem zu kardialem Asthma und definierte das Bronchialasthma als eigenst�ndige Krankheit.

1860 zeigte ausführlich auf, dass verschiedene e, wie die von , und ausgehenden, einen Asthmaanfall auslösen können.

 untersuchte die Drogen  (Stechapfel),  (Bilsenkraut) und  (Tollkirsche) und befand alle drei n�tzlich f�r die Asthmatherapie. So wurden sie einzeln oder als Mischungen verwendet. Auch  (1778?1832) und Josef Frank (1771?1842) verwendeten  zur Behandlung des Asthmas. Meist wurden die St�ngel getrocknet und zerkleinert und dann in der  angez�ndet. Die sogenannten Asthmazigaretten wurden mit der Zeit obsolet und von den en abgel�st. Zuerst brachte 1974  eines auf den Markt, das  enthielt und den Namen  trug. 2002 entwickelte Boehringer Ingelheim das langwirksame .

 hat 1888 die Substanz  aus den Bl�ttern der  isoliert, die 1902 unter dem Namen Theocin von  auf den Markt gebracht wurde. 1908 hatte  (geb.1882) dann das leichtl�sliche Theophyllin-Ethyldiamin synthetisiert, welches als Euphyllin auf den Markt kam.  (1882?1961) und  konnten Theophyllin zur Therapie weiterhin empfehlen und 1922 brachte Samson Raphael Hirsch (1890?1960) eine Mischung aus 1,3-Dimethylxanthin und Theobrominnatrium, genannt Spasmopurin, auf den Markt. 1936 wurde von Gr�ter die Verwendung von Theophyllin-Phenylethylbarbiturs�ure-Ethylendiamin bei akuten Asthmaanf�llen beschrieben.

In werden e auch zu einer zweifelhaften gegen Asthma eingesetzt und dabei mit einer Kräuterpaste gegessen. Die indische Regierung unterstützt die jährliche Zeremonie der Familie Bathini Goud in , an der rund 5000 Menschen teilnehmen, mit Sonderzügen.

Epidemiologie

s ausgesprochen. Bei den Erwachsenen waren ca. 7,5 % der Bevölkerung in Deutschland betroffen.

Ursachen

Ursachen der verschiedenen Formen

Man unterscheidet das ''allergische (e) Asthma'' vom ''nicht-allergischen (en) Asthma''. In Reinform kommen diese jedoch nur bei etwa zehn Prozent der Patienten vor, bei der Mehrheit werden Mischformen beobachtet. Während bei Kindern das allergische Asthma häufiger ist, tritt im Alter gehäuft die nicht-allergische Form auf. in der elterlichen Wohnung begünstigt Asthma. Es gibt auch Hinweise, dass kulturelle und zivilisatorische Umstände wie auch bestimmte Medikamentenanwendungen in früher Kindheit Asthma fördern.

Allergisches Asthma

Das ''allergische exogene Asthma'' wird bei entsprechender genetischer Veranlagung zur durch äußere Reize (Allergie auslösende Stoffe in der Umwelt, sogenannte e) ausgelöst. Dabei werden vom Typ E () gebildet, die in Wechselwirkung mit spezifischen Allergenen die Ausschüttung von allergieauslösenden Botenstoffen wie , en und en aus n bewirken. Diese Stoffe lösen dann die Atemwegsverengung aus. Neben dieser nach Einatmen des Allergens kann es nach 6 bis 12 Stunden zu einer Spätreaktion kommen; diese wird über Immunglobuline vom Typ G () ausgelöst. Oft treten beide Reaktionen auf (englisch '''').

Für eine ?). Fast ein Viertel dieser Patienten entwickelt dadurch nach mehr als 10 Jahren ein Pollenasthma. Zudem steht am Anfang meist ein bestimmtes Allergen im Mittelpunkt; über die Jahre kommt es jedoch oft zur Ausweitung des Auslöserspektrums, so dass die Allergenvermeidung für den Patienten immer schwieriger oder sogar unmöglich wird.

Es gibt Hinweise, dass Landleben ungeborene Kinder vor Asthma schützt: Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren, Getreide oder Heu hatten, bekommen im späteren Leben seltener allergische Atemwegs- und Hauterkrankungen. Für einen gewissen Schutz vor diesen Beschwerden ist aber ein anhaltender Kontakt zu Nutztieren oder Getreide nötig.befunde für Asthma können in einer akuten Situation auftreten, wie eine vermehrte Strahlentransparenz der Lunge, schmale Herzsilhouette, tiefstehende Zwerchfelle.

Veränderungen des .

Wichtig bei der Diagnose des Asthma bronchiale ist die Prüfung, ob eine allergische Empfindlichkeit gegen ein Allergen oder verschiedene Allergene der Umgebung als Auslöser verantwortlich sind. Hierzu bedient man sich verschiedener s. Auch Provokationsversuche, beispielsweise gegen Arbeitsstoffe, können nötig werden. Bei allergisch bedingtem Asthma können sich bei der Blutuntersuchung eine Erhöhung der allergietypischen spezifischen IgE (e) und/oder eine finden.

Ergänzende Untersuchungsmethoden wie die sogenannte '''FeNO'''-Messung (fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid) können eingesetzt werden, um das Ausmaß der Atemwegsentzündung beim allergisch bedingten Asthma zu bestimmen. Stickstoffmonoxid (NO) ist ein wichtiger Botenstoff im Organismus, der natürlicherweise an unterschiedlichen Stellen im Körper entsteht. So wird NO beispielsweise vermehrt in den unteren Atemwegen von den die Bronchien auskleidenden Schleimhautzellen (Epithelzellen) gebildet. Die höchsten NO-Konzentrationen treten in den Nasennebenhöhlen auf, in den Bronchien ist die Konzentration geringer.

Um eine Probe des in den Bronchien gebildeten NO gewinnen zu können, muss die ausgeatmete Luft fraktioniert werden. Die Messung des sogenannten fraktionierten exhalierten NO (FeNO) wurde für die klinische Anwendung standardisiert

Studien belegen den Stellenwert der FeNO-Messung zur Diagnosesicherung und Prognose des Ansprechens auf inhalierbare Steroide.

Eine australische Studiengruppe konnte zeigen, dass bei regelmäßigem FeNO-Monitoring bei schwangeren Asthmatikerinnen das Risiko der Kinder, später ein frühkindliches Asthma zu entwickeln, reduziert war.

Einteilung in Schweregrade

Asthma wird in folgende Schweregrade eingeteilt:
{| class="wikitable left" style="text-align:center"
|+ Asthma-Schweregrade
|- class="hintergrundfarbe6"
! Bezeichnung
! Symptome
! FEV1 bzw. PEF
(in % des Sollwerts)
|-
| 1. intermittierend
| Tag: ? 1 × pro Woche
Nacht: ? 2 × pro Monat
| ? 80 %
|-
| 2. persistierend, leicht
| Tag: < 1 × täglich
Nacht: > 2 × pro Monat
| ? 80 %
|-
| 3. persistierend, mittelgradig || Tag: täglich
Nacht: 1 × pro Woche
| 60?80 %
|-
| 4. persistierend, schwer || Tag: ständig
Nacht: häufig
| ? 60 %
|}

Weiterhin unterscheidet man vom schweren Asthma das ''schwierige Asthma'':

Das ''schwierige Asthma'' ist gekennzeichnet durch den Krankheitsverlauf erschwerende Faktoren wie schlechte Compliance, psychosoziale Probleme, wiederholte Exposition gegen Schadstoffe und Allergene oder auch unbehandelte andere Erkrankungen.

Differenzialdiagnosen (Auswahl)

  • (COPD)
  • (??)
  • ierende n
  • Verlegung der Luftwege (z. B. Entzündung der , )
  • (VCD)
  • s<nowiki />syndrom
  • Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis mit Lungenbeteiligung (z. B. eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (), )

Therapie

Die Behandlung des Asthmas erfolgt überwiegend mit Medikamenten, die als Dosieraerosole oder Pulver mithilfe von en resp. en verabreicht werden, seltener als Inhalationslösungen, die mit elektrisch betriebenen Inhalatoren vernebelt werden. Es werden eigene en angeboten.

Therapiemöglichkeiten außerhalb einer Krise

Bei einer nachgewiesenen Allergie muss zunächst der auslösende Stoff gemieden werden (Beispiele: Berufswechsel beim Bäckerasthma, Abschaffung von en, die ein Fell haben). Beim Asthma, das durch n oder ausgelöst wird, kommt manchmal eine , auch ?spezifische Immuntherapie? (SIT) genannt, in Frage. Bei manchen Allergenen kann eine Linderung bringen.

Die '''' empfahl 2013) Behandlungskonzept:

Dauermedikation (?Controller?)

  • Stufe 1 (Intermittierendes Asthma):
    Eine Dauermedikation ist nicht erforderlich.
  • Stufe 2 (Leichtgradiges Asthma):
    Inhalation von niedrigdosierten, lokal wirksamen n (, , , , ), eventuell oral ein (); die Alternative en () ist nur in besonderen Fällen in der Therapie von Kindern und Jugendlichen in Betracht zu ziehen.
  • Stufe 3 (Mittelgradiges Asthma):
    ''Entweder'' Inhalation von lokal wirksamen Glukokortikoiden in mittlerer Dosierung ''oder'' Inhalation von lokal wirksamen Glukokortikoiden in niedriger Dosierung zusammen mit lang wirksamen ?2- inhalativ ( oder ). Alternativ kann zu einem inhalativ wirksamen Glukokortikoid in niedriger Dosierung zusätzlich Montelukast oder oral gegeben werden
  • Stufe 4 (Schweres Asthma):
    Ein hoch dosiertes inhalatives Glukokortikoid zusammen mit einem lang wirksamen inhalierten ?2-. In begründeten Fällen kann das inhalierte ?2-Sympathomimetikum durch Montelukast und/oder Theophyllin ersetzt werden.
  • Stufe 5 (Sehr schweres Asthma):
    Zusätzlich zu Stufe 4 sind hier oral gegebene Glukokortikoide (z. B. ) oder bei allergischem Asthma (''Xolair''), ein anti-IgE-Antikörper, für die Behandlung von Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren mit schwerem persistierendem Asthma indiziert. Bei Patienten mit schwerem Asthma mit erhöhter Anzahl der im Blut stehen derzeit die Antikörper Mepolizumab (''Nucala''), Reslizumab (''Cinqaero'') und Benralizumab (''Fasenra'') zur Verfügung, welche gegen Interleukin-5 gerichtet sind und hierdurch die eosinophile Entzündung hemmen. Eine weitere Therapieoption bei schwerem und sehr schwerem Asthma bronchiale stellt die ''bronchiale Thermoplastie'' dar, ein endoskopisches Verfahren, bei dem mittels hochfrequentem Strom die verdickte Bronchialmuskulatur direkt reduziert wird.

Bei allen Schweregraden können bei Bedarf kurzwirksame inhaliert werden (?Reliever?).

Beim ''allergischen'' Asthma wird bei Kindern zum Teil manchmal noch auf Cromoglicinsäure, Nedocromil oder Montelukast zurückgegriffen. Eine wirksamere Therapie ist ein inhalatives . Alle genannten Medikamente werden hauptsächlich zur gegen Asthmaanfälle eingesetzt (?Controller?), sie müssen also, um eine ausreichende entzündungshemmende Wirkung zu erzielen, langfristig, wenn nicht dauerhaft eingesetzt werden.

Eine Asthmatherapie sollte ursachenorientiert vorgehen. Da gelegentlich eine Komponente vorliegt, können n teilweise auch eine Besserung der Beschwerden bewirken. Wichtig ist auch, dass rauchende Asthmapatienten sich das . Mediziner um von der haben herausgefunden, dass sich die bereits sechs Wochen nach der letzten Zigarette um 15 Prozent verbessert. Demnach können rauchende Asthmatiker Entzündungen ihrer Atemwege durch das Beenden des Rauchens lindern.

Ein möglicher Therapieansatz bei übergewichtigen Patienten könnte bieten. Bei einer Studie mit Asthmatikern verbesserten sich die Symptome der Patienten durch diese Maßnahme signifikant. Der '''' verbesserte sich innerhalb von drei Wochen nach dem Beginn des Fastens von durchschnittlich 335 / auf 382 l/min und blieb im Verlauf der Studie auf diesem Niveau. Der ASUI (''Asthma Symptom Utility Index'') der Patienten stieg parallel dazu ebenfalls an. Eine Reihe von für Entzündungen, wie beispielsweise und , und , wie , und en (CP), waren im Blutserum der intermittierend fastenden Patienten deutlich reduziert.